Göttingen: Mobilisierungsveranstaltung zur Bürendemo

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Mobilisierungsveranstaltung zur bundesweiten Demonstration gegen den Abschiebeknast Büren

Zu Gast ein Referent des Vereins Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V.

http://papiere-fuer-alle.org/node/583
http://www.gegenabschiebehaft.de

Am Freitag, den 17. September, findet um 20 Uhr im Cafe Kabale eine Mobisilierungsveranstaltung mit einem Referenten des Vereins „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V.“ zur bundesweiten Demonstration gegen den Abschiebeknast Büren statt. Im Anschluß wird dann noch eine Dokumentation gezeigt.
Eine gemeinsame Anfahrt wird an diesem Abend geplant.
Die Demonstration findet am Samstag, den 25. September ab 12 Uhr am Abschiebeknast Büren-Stöckerbusch statt. Ab 14 Uhr wird dann eine Demonstration am Domplatz in Paderborn stattfinden.

<strong>Warum wir in Büren demonstrieren
Zwischen der Kleinstadt Büren im Kreis Paderborn und einer Autobahnauffahrt liegt versteckt im Wald
der mit mehr als 300 Haftplätzen größte Abschiebeknast Deutschlands. Für 35 Millionen Mark ließ die
nordrheinwestfälische Landesregierung vor 17 Jahren ein früheres Kasernengelände der belgischen
Armee zum Hochsicherheitsknast umbauen. Die Menschen die hier eingesperrt sind, haben gegen kein
Gesetz verstoßen. Die meisten von ihnen sind vor Bürgerkrieg, Armut, Folter und Mord aus ihrer
Heimat geflohen. Um einen Menschen in Abschiebehaft zu stecken, reicht allein der „begründete
Verdacht“ aus, dass sich dieser seiner Abschiebung entziehen will. Bis zu 18 Monaten kann dann die
Inhaftierung dauern, was keine Seltenheit ist. Zur „Disziplinierung“ von Gefangenen werden
Arreststrafen verhängt, d.h.: bis zu vier Wochen Leben in totaler Isolierung, ohne Radio, Zeitung,
Fernsehen, Bücher, Telefon, ohne Kontakt zu Mithäftlingen.
Am 30.8.99 verbrannte Rachid Sbaai in einer Isolationszelle des Bürener Knastes, als einer von
vielen Opfern in Abschiebehaft. Erst jüngst haben sich zwei Häftlinge in Hamburg und ein
Inhaftierter in Hannover in Abschiebehaft das Leben genommen. Tote, die die herrschende
Abschiebepolitik zu verantworten hat.

Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht
Immer wieder setzen sich Betroffene gegen Abschiebungen und Abschiebehaft zur Wehr. Dabei handelt es
sich nicht nur um individuelle Widerstandshandlungen, sondern auch um kollektiv geführte Kämpfe.

Für weitere Informationen siehe auch:
http://aha-bueren.de * http://papiere-fuer-alle.org * http://www.gegenabschiebehaft.de